"Ulrike Ulrich erzählt leicht, verspielt und geistreich, mit grosser Sensibilität für die Sprache zwischen Bedeutung und Musik. Sie schlägt poetische Funken aus der Sprache, wo man sie am wenigsten erwarten würde."
Laudatio anlässlich der Verleihung einer Anerkennungsgabe der Stadt Zürich 2010, Christine Lötscher
"Ulrike Ulrich ist eine wache Beobachterin unserer Zeit, der sie in einer präzisen Sprache Komik und Poesie abzugewinnen weiß."
Ilma Rakusa zu fern bleiben
„Wer sitzt schon gern in stehenden Zügen? Nur, wer
das richtige Buch dabei hat: Hier erzählt eine, die aus der Not des
Stillstands eine höchst bewegliche Tugend macht - eine Haken schlagende
Familienliebesreisegeschichte, die zwischen den Gleisen so
melancholisch wie witzig das Unbehagen in scharfe Bilder und die
Ratlosigkeit in trefflichstes Wortspiel verwandelt - bis es plötzlich
wieder was zu lachen gibt auf der endlosen Reise. Ein Roman für
Zugfahrer und alle, die es keinesfalls werden wollen.“
Felicitas Hoppe zu fern bleiben
"Ihre Prosa ist souverän,
gleichermaßen anschaulich wie knapp, empathisch wie melancholisch distanziert.
Formal entscheidend ist jedoch die konsequent durchgehaltene Struktur des
Entzugs: Wo alle Liebes-, Reise- und Familiengeschichten erzählt scheinen,
rettet der Roman seine Figuren und Schauplätze vor der Beliebigkeit, indem er
sie seinen Leserinnen und Lesern stets aufs Neue entzieht. Flüchtige Skizze
statt genussvoll ausgestaltetem Lokalkolorit, SMS statt Spaziergang zu zweit,
Passanten statt Familienpanorama – vor einem halben Jahrhundert hieß das
kritische Theorie, bei Ulrike Ulrich ist es überzeugende literarische Praxis
geworden."
Christoph Steier, entwürfe
"Away is a striking literary debut and an original approach to what is both a love story and in a sense a ‘family novel’. Reminiscent of Ali Smith, or early Janice Galloway and A L Kennedy, the author has a great eye for detail, a lovely sense of humour, a wonderfully light touch, and even a poetic streak. Very much set in the twenty-first century, Ulrich’s novel is the perfect read for a long journey."
New Books in German
"Soviele Wege, so
wenig Ziel. „fern bleiben“ ist ein sprachlicher Volltreffer. Ein
charmant eigensinniges Road-Book übers Alleinsein,
Sich-Nicht-Entscheiden-Können und die Fähigkeit, sich auch mal treiben
zu lassen."
Radio Fritz, rbb
"Diese kathartische Reise Los wird nicht zuletzt auch als 'Frauenreise' beschrieben. Der Ausbruch aus einer starr strukturierten Welt und einer von Männern dominierten Gesellschaft ist deutliches Motiv ihres Weggangs. (...) Ulrichs Debüt arbeitet mit subtiler Sprache und schafft es, vermutlich auch durch die zahlreichen autobiografischen Bezüge, eine weibliche Innenwelt einfühlsam und dankenswerterweise nie kitschig zu beschreiben. 'fern bleiben' – ein lesenswertes Buch, für das es zweifellos nur einen richtigen Lektüreort gibt."
Julia Zarbach, Ö1 exlibris
"fern bleiben lautet der Titel von Ulrike Ulrichs Debütroman. Das Erstaunliche: Obwohl der Roman quasi nur in einem Großraumwagen spielt, erfährt der Leser viel über den Zustand der Welt und lernt eine intelligente, feinsinnige und sensible Heldin kennen."
WDR5 Bücher
"Ulrike Ulrich zeichnet eine Frau, die sich im Vorübergehenden und im Transitorischen aufhält. Richtige Reise- und Identitätspapiere wird es für sie noch lange nicht geben. Erzählerisch und sprachlich lässt Ulrike Ulrich dies eindringlich zur Anschauung kommen."
Roman Bucheli, NZZ
"(...) eine wunderschöne Geschichte."
Lydia Herms, MDR Sputnik
"fern bleiben ist ein Muss für: Rollmaterialanhänger. Detailtreu und klug streut die grosse Erzählerin Ulrich Worte auf die Gleise und lässt ICE, CIS, CNL und Co. fahrleitungsstörungsfrei sausen."
Tania Kummer, DRS3
"Manchmal bedeutet Reisen eben auch Engagement, nicht bloße Unterhaltung. fern bleiben ist ein kluges Buch über das Reisen, witzig und unterhaltsam, ein gelungenes Debüt."
Bernd Schuchter, Vorarlberger Nachrichten
"Buch aufschlagen, Welt ausknipsen, für ein paar Stunden fern bleiben und sich gut aufgehoben fühlen zwischen den Zeilen, in den Kapitelabteilen und den Schriftzügen dieser wunderbar leichten, feinsinnig poetischen und sprachverliebt unterhaltsamen Geschichte."
Markus Koehle, DUM
"Ulrichs Sprache ist federleicht. Mit zartem Pinselstrich gibt sie ihren Figuren Konturen, ohne sie festzulegen. So bleibt dem Leser viel Raum für eigene Bilder. Fein ist auch ihr Humor."
Prisca Rotzler Köhli, Berner Zeitung
