Tiefer gehen (deutsch / englisch)
Ich stelle mir das Wasser immer warm vor. Ich bin durch die Schneeflocken die Straße entlang gelaufen. Ich habe kalte Hände und Füße. Meine Nase, Ohren und Wangen sind rot. Ich stelle mir vor, das Wasser ist warm.
Beim ersten Mal kam es mir wie ein Abenteuer vor. Wie alles was ich zum ersten mal tue. Jetzt weiß ich schon, wo ich bezahle, wo ich den Schlüssel bekomme, wo die Umkleidekabinen sind. Aber es sind noch keine selbstverständlichen Bewegungen. Es ist noch kein Ritual. Beim dritten Mal, als ich auch in die Sauna wollte, musste ich ganz woanders hin, habe ich mich verirrt. Hilfesuchend wandte ich mich an eine Glasscheibe.
Immer wenn ich hier jemanden um Hilfe frage, komme ich mir ganz furchtbar deutsch vor, touristisch, ausländisch. Ein schlichter Akt wie der erste Besuch in einem unbekannten Schwimmbad wird zur Fremdheitserfahrung an sich. Und ich spüre ganz fest, dass ich hier zu Besuch bin, immer noch auf Stippvisite. Die Frau ohne Möbel, deren zerbeultes Auto vorgibt, zuhause zu sein. Die Frau ohne Verbindlichkeiten, die immer noch gehen könnte, wie sie gekommen ist, ohne größere Folgen für irgendwen.
Gerade deshalb brauche ich Rituale. Ich bin froh, wenn mein Kasten in der selben Reihe ist wie beim letzten Mal
Am liebsten ziehe ich mich zwischen 93 und 154 um. Es freut mich, in der Sauna die selben Frauen wieder zu treffen. Nicht dass ich mit ihnen sprechen wollte. Über Amtswege, Mietprobleme und Schwangerschaftsstreifen. Sie sollen mich zufrieden lassen. Möglich, dass ich sie etwas frage. Zum Beispiel habe ich nicht gewusst, was es mit dem Licht an der Tür auf sich hat. Vorsichtig, ein bisschen scheu frage ich sie danach, aber nur, um ihnen zu zeigen, dass ich nicht dazu gehöre.
Und so weit werde ich auch die Rituale nicht kommen lassen, dass irgendjemand, etwa gar ich selbst, meinen könnte, ich gehöre dazu. Manchmal halte ich es sogar für einen Vorteil, dass ich anders spreche, dass man mir Fremdheit anhört und es mich isoliert, dass ich mich isoliere.
Ich werfe meine Sachen achtlos in das Kästchen, nehme ein Handtuch mit, um mich schützen zu können und eine Brille, weil mir die Augen sonst rot werden. Die heiße Dusche rettet mich über die ersten nackten Minuten. Danach, wenn die Tropfen auf meiner Haut erkalten, presse ich das Handtuch wie eine Wärmflasche an mich.
Isolierung ist Schutz, ist es nicht so? Isolieren, dämmen, abdämpfen. Gegen Kälte und Wärme, gegen Strahlung, gegen Geräusche und gegen Wasser. Isolierung bedeutet auch Trennung, Identifizierung. Das, was sich nicht auflöst, ist leichter zu isolieren, auch aus dem Wasser. Ich habe gelesen, dass sich in superkritischem Wasser auch sonst Unlösliches lösen lässt. Ich wüsste gern, wo es superkritisches Wasser gibt.
Der Weg über die Treppen zum Becken ist etwa drei Minuten lang. Ich trenne mich erst im letzten Moment vom Handtuch, steige die Stufen hinab, während die Enttäuschung aufsteigt: Das Wasser ist kalt.
Ich ziehe die Schwimmbrille über, die sich an mir festsaugt und mir die Augen auseinander zieht. Ich bewege mich – gehend noch – tauche unter den trennenden Kugeln hindurch, stehe am Ende der Bahn "für unsere sportlichen Gäste" und warte dort unterhalb der Startblöcke, bis der breitschultrige Mann mit dem Schwimmanzug vorbei ist. Er schwimmt sehr schnell und kraftvoll. Er wird mich zwangsläufig irgendwann überholen.
Als er vorbei ist, tauche ich endlich den Kopf unter Wasser. Schon dadurch wird es wärmer. Aber es ist nicht die gewünschte Wärme, kein badewasserwarm, das sich anschmiegt und mich gastfreundlich aufnimmt, mich mütterlich adoptiert, um dann schleichend zu erkalten. Diese Wärme hier will erschwommen werden.
Schnell, beinahe ruckartig stoße ich Arme und Beine von mir weg, ziehe sie wieder heran. Ich will den Widerstand spüren, und meine Muskeln. Das gleichzeitige und symmetrische Öffnen und Schließen von Beinen und Armen ist selbstverständlich wie Gehen.
Meine Geschwindigkeit bleibt in etwa gleich, es gibt kaum Irritationen, nur jeweils am Ende der Bahn konzentriere ich mich auf die Wendung. Etwa auf der dritten Bahn gehe ich ganz in den Kopf. Wo das Wasser schwimmerinnentief ist, frage ich mich, wie viele Liter unter mir sind und an mir ziehen.
Die Bläue ist das Warme. Auf der fünften Bahn weiß ich es wieder. Das warme Blau, in dem ich bleiben möchte. Ich tauche tiefer, drehe mich auf den Rücken und halte die Oberfläche für den Grund. Dabei kommt mir Wasser in die Nase. Kurz sehe ich das hell erleuchtete Schwappen, eine Lichtflut, die Wellen schlägt und geht. Dann muss ich mich wieder drehen, wieder Luft aus der Luft holen. Ich will aus meinem Blau ins Licht schauen, auf den Grund gehen, der metallen glänzt, mich dort niederlassen.
Ich denke an Unterwasserhochzeiten. Mir fällt das Video von Nightswimming ein. Und dazu die Musik. Ich sehe Juliette Binoche vor mir, wie sie allein und ideal das Wasser in einem tschechischen Jugendstilbad teilt, wie sie gegen das Unerträgliche anschwimmt. Ich habe immer so sein wollen, wie sie mir in jener Szene zu sein scheint. All diese Bilder kommen abrupt und ungefragt. Ich habe ihnen Platz gemacht, damit sie in mich hineinfließen können. Aber ich habe sie nicht herbeigedacht. Das tue ich auch oft: mir passende Bilder herbeidenken, mich damit selbst stilisieren. Und auch jetzt, wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich beim Platz machen darauf spekuliert, dass sie kommen. Sie sind ja nicht zum ersten Mal da. Juliette Binoche nicht und auch nicht die meerblauen Augen von Jean-Marc Barr, das Blau des Plakats von "Le Grand Bleu" und die damit ohne notwendige Reflexion verbundene Tiefgründigkeit und Anziehungskraft von Meer, von Wasser und Blau. Monochromie. Ich möchte ein eigenes Blau haben. So wie Yves Klein. Einem Blau einen Namen geben und ankommen.
Die Bilder sind alle Farbe. Werden eins nach dem anderen blauer als das Blau, in dem ich mich befinde. Mein Schwimmbadblau ist kein tiefes. Ist ein hell erleuchtetes oberflächliches Blau, aber trotzdem auch ein geschlossenes und umhüllendes. Ich bin in einem blauen flüssigen Raum.
Hier unten ist es gut. Ich möchte anhalten: Die Luft. Den Atem. Die Zeit.
Hier unten sind die Geräusche dumpfer und langsamer. Wenn ich aufhöre zu atmen, kann ich mich ganz hinunter auf die Metallfläche begeben, vielleicht dass ich dort bleibe, bis jemand seine Bahn zieht, bricht und mir die Hand reicht. Vielleicht dass ich dann wieder auftauchen will. Ich weiß, dass ich mich nie für die Tiefe entscheiden werde. Das finde ich gleichzeitig beruhigend und traurig.
Die Oberfläche kommt auf mich zu. Verschwommen komme ich von der Bahn ab, stoße an einen Arm. Einen Moment lang halte ich diese Berührung für wichtig, messe ihr eine Bedeutung bei. Ich will wissen, wer das war, der mein Bein gestreift hat.
Als ich hinter mich schaue, mich dabei drehe, sehe ich alles klar. Hier ist kein Platz für vielleicht. Es ist nur der Mann im schwarzen Schwimmanzug gewesen. Ich erkenne ihn deutlich durch meine Schwimmbrille und wende den Blick ab, als er die Beine spreizt. Es ist mir peinlich. Mein Blickwinkel genauso wie meine Berührtheit. Wen erwarte ich hier unten?
Ich mache kehrt und versuche, meinen Rhythmus wieder aufzunehmen. Die Bewegung ist nicht schwieriger geworden, aber sie trägt nicht mehr wie zuvor.
Die Berührung hat mich erinnert an nicht stattgefundene, virulente Berührungen. Sie hat mich an Kommendes erinnert, an Mögliches. Bei meiner winzigen Kollision mit dem sportlichen Schwimmer hat ein anderer Mann Platz in meinem Kopf genommen. Er ist durchaus konkret. Er ist greifbar. Dennoch berühre ich ihn nie. Habe es auch hier in diesem Schwimmbad bisher vermieden, wenn ich ihn getroffen habe. Wir haben uns vielleicht zweimal hier zum Schwimmen verabredet. Dann habe ich immer gespürt, dass er im selben Wasser ist, auch wenn er schnellere Bahnen schwamm und längere Pausen machte und wir nur selten an derselben Stelle auftauchten, aber berührt haben wir uns nie. Er ist in diesem Schwimmbad ebenso fremd wie ich, wenn auch mit größerer Selbstverständlichkeit. Er ist an sich ebenso fremd. Vielleicht suche ich deshalb seine Nähe. Er ist ein Mann ohne Möbel, ohne Verbindlichkeiten, und wird wieder fortgehen, wie er gekommen ist, ohne größere Folgen für irgendwen. Unser Fremdsein hat uns einander begegnen lassen. Vielleicht ist es das Einzige, was uns verbindet. Vielleicht finden sich verschwommene Fische in fremden Gewässern, vielleicht rotten sich orientierungslose Wale zusammen, um gemeinsam zu stranden, ich weiß es nicht. Ich habe einfach in der Fremde einen anderen Fremden getroffen. An ihn muss ich jetzt denken und alle Selbstgenügsamkeit ist dahin.
Ich komme nicht wieder in meinen Rhythmus zurück. Jegliche Klarheit geht mir verloren. Nicht zuletzt, weil der Wasserspiegel in meiner Schwimmbrille ansteigt und ich es unerträglich finde. Es ist nicht schlimm für mich, ohne Brille zu schwimmen, ich liebe sogar beim Auftauchen, die Lampen von Regenbogenhöfen umgeben zu sehen. Jede Lichtquelle vom Chlor in Farbenstrahlen gebrochen. Es ist ein bisschen schmerzhaft und unwirklich, aber vor allem ist es schön. Ich stelle mir vor, dass nur ich die Lampen so sehe und das macht sie mir zum Geschenk. Ohne Brille gewöhne ich mich langsam ans Nichtsehen und bahne mir meinen Weg zwischen Unter- und Auftauchen.
Ganz anders jetzt, ganz anders ist das Gefühl, wenn auf einmal das Wasser im Glas steigt, wie Sand die Stunden rinnt. Wenn mein Auge nach Luft zu schnappen, nach Atem zu ringen beginnt. Ein Schiffsunglück vor Augen, eine voll laufende Druckkammer oder eine defekte Taucherglocke, die das Ende der blauen Klarsichtigkeit einläutet. Alles verschwimmt mir. Ich bin wieder allein ohne fremde Arme und Beine. Nur ich und die Orientierungslosigkeit. Keine Ahnung, wo das Ende ist, wann ich irgendwo anstoße, ob ich jemanden berühre. Jetzt, wo mir die Brille nicht mehr nutzt, spüre ich auch den Schmerz, den der enge Gummi auf meiner Haut auslöst. Jetzt halte ich es nicht mehr aus hier unten. Ich reiße mir ruckartig die Gummibrille vom Kopf, blicke nach vorne und blinzle.
Vor mir am Ende der Bahn sehe ich den Mann stehen, den ich nie berühre. Er muss gerade gekommen sein, hält noch die Schwimmbrille in der Hand. Er lächelt. Er freut sich, mich zu sehen. Ich glaube, er hält es für einen Zufall.
Going deeper
Übersetzung von Marc Rychener
I always imagine the water to be warm. I walked along the street through the falling snow. My hands and feet are cold. My nose and ears and cheeks are red. I want the water to be warm.
The first time it seemed like an adventure to me. Like everything I do for a first time. By now I already know where to pay, where to get the key, where the changing rooms are. But I have not internalised these actions yet. They have not become rituals. The third time, when I wanted to use the sauna afterwards, I had to go somewhere else and got lost. Looking for help, I turned to a pane of glass.
It’s awful how foreign I feel whenever I ask someone for help around here, how much like a tourist. There’s an inherent sense of alienation in the simple act of visiting an unfamiliar swimming pool for the first time. And I do feel like I’m only a visitor here, just flying through. The woman who has no furniture, only a dented car pretending to be a home. The woman who has no obligations, who could still leave the way she came, without any consequences for anyone.
That’s why I need rituals. It makes me happy if my locker is in the same aisle as the last time.
I prefer changing between 93 and 154. Meeting the same women in the sauna cheers me up. Not that I want to talk to them. About official channels, rent issues or stretch marks. I want them to leave me alone. Maybe I would ask them a question. For example, I didn’t know what the light on the door was for. I ask them about it in a gentle, slightly timid voice, only to show them that I don’t belong here.
And I will not let the rituals get to a point where someone, or even I, could think that I do belong here. Sometimes I think it’s really an advantage that I have a different accent, that they can tell I’m foreign and that it isolates me, that I isolate myself.
I throw my things in my locker, grabbing a towel – for protection – and the goggles so my eyes don’t get red. I need a hot shower to get over those first minutes of nakedness. Afterwards, with the drops on my skin going cold, I hold the towel against me like a hot-water bottle.
Isolation is protection, isn’t it? Isolating, insulating, dampening. Against the cold, the warmth, against radiation, against noise and against water. Isolation also means separation, identification. Whatever is insoluble is easier to isolate, even in water. Somewhere I read that everything dissolves in supercritical water. I’d like to know where you could get supercritical water.
It takes me about three minutes via the stairs to get to the pool. I only detach myself from my towel at the last moment before I start to go down the steps with rising disappointment: the water is cold.
I pull on my goggles; they stick to my face, pulling at my eyes. With my feet still on the ground, I move to the other side of the barrier of floating plastic balls, to the lanes reserved for “good swimmers”. Beneath the starting blocks, I wait for the broad-shouldered man to pass. He’s wearing a swimsuit, he’s a fast swimmer, and with his powerful strokes he’s bound to overtake me sooner or later.
When he’s gone, I finally dip my head in the water. It gets warmer that way, though it isn’t the warmth I’d hoped for, not like the motherly bath water that cuddles me, inviting me like a welcome guest, adopting me, and then gradually goes cold. This warmth has to be earned.
In a quick, almost fitful motion, I start moving my arms and legs, pushing, pulling, wanting to feel the resistance, to feel my muscles. The simultaneous, symmetrical opening and closing of my legs and arms is as natural to me as walking.
I maintain a pretty steady pace, only concentrating on turning at the end of the lane. By my third length or so I’ve moved into my mind completely, wondering how many litres there must be below me at the deep end, tugging at me.
The blue is warm. By my fifth length I remember it. The warmth of this blue is where I want to stay. I dive deeper, turning on my back and taking the surface for the bottom. Water gets in my nose. For a short while I see the waves, brightly illuminated, a flood of light, sloshing and swashing. Then I have to turn around again, drawing breath out of the air again. I want to go down into my blue and see the light, get to the bottom of this metallic glistening, settle down there.
I think of underwater weddings. I remember the video clip of Nightswimming. And the music. I see Juliette Binoche and her lone, ideal moves, parting the water in a Czech Art Nouveau swimming pool, swimming against the unbearable. I’ve always wanted to be the way she seems to be in that scene. All these images come up suddenly and without my bidding. I’ve made room for them to float into me. But I haven’t conjured them up though I often do that: conjure up appropriate images to stylise myself. And the truth is, when I made room for them even now, I speculated that they would come up. It’s not the first time that they do. Neither Juliette Binoche nor Jean-Marc Barr’s aquamarine eyes, nor the colour on the poster for “Le Grand Bleu” and its association, not necessarily reflected, with the profoundness and the pull of the sea, of water and blue. Monochrome. I’d like to have my own blue. Just like Yves Klein. To name a colour, to arrive.
The images are all colour. One by one, they become bluer than the blue I’m in. My swimming-pool blue isn’t very deep. It’s a brightly illuminated shallow blue, but an enclosing, enveloping one just the same. I’m in a blue liquid space.
It is a good place down here. I’d like to stop now. Hold my breath. Stop time.
Down here, the sounds are slower, muffled. If I stop breathing, I can float all the way down to the metal surface and maybe stay there until someone takes a turn and reaches for my hand. Maybe I’d want to go back up then. I know I’d never go for the deep. The thought comforts me, but it also makes me sad.
The surface reappears. Blearily, I stray from my own lane and knock against someone else’s arm. For a moment I think that this contact is important, I attach importance to it. I want to know who it was, who touched my leg.
When I turn to look, I can see clearly. There is no room for maybes here. It was only the man in the black swimsuit. I recognise him through my goggles and avert my eyes when he spreads his legs. I’m embarrassed. By my perspective as well as by his touch. Whom did I expect down here?
I turn around, trying to pick up my rhythm. It isn’t harder than before; I just don’t feel lifted by the movement anymore.
The contact reminds me of other contacts that did not occur, that remained virulent. It reminds me of forthcoming possibilities. Another man entered my mind through my minor collision with the athletic swimmer. He’s quite concrete. He’s tangible. Yet I’ve never touched him. Not even when I met him here at the swimming pool. Maybe we’ve met twice. To go swimming. I felt his presence in the water even though he swam faster and took longer breaks and we rarely came up for air at the same spot. And we’ve never touched. He’s just as foreign here as I am even though he’s less self-conscious about it. He’s inherently foreign. Maybe that’s what attracts me to him. He’s a man who has no furniture and no obligations, and he will leave the way he came, without any consequences for anyone. We met because we’re two strangers. Maybe that’s all we have in common. Maybe fish who are lost in unknown waters find each other, maybe disoriented whales unite to beach together; I don’t know. All I know is that I found a stranger in a strange place. It’s him I think of now, and all self-sufficiency is lost.
I cannot find my rhythm anymore. All clarity is gone, not least because the water level inside my goggles is rising, which I find unbearable. I don’t mind swimming without goggles; on the contrary, I love it when I resurface and the lamps are surrounded by a rainbow-coloured corona. Every source of light is refracted into rays of colours due to the chlorine. It’s a little painful and surreal, but most of all, it’s beautiful. I imagine that I’m the only one who can see the lamps like that, and it feels like a gift. Without goggles, I get used to not being able to see, making my way between submersing and reappearing.
It is so different now, so different the feeling of water suddenly rising on the inside of my goggles like sand in an hourglass. My eyes gasping for air, trying to catch a breath, a maritime disaster in plain view, a pressure chamber rapidly filling up with water, a broken diving bell tolling for the end of my blue clarity. I’m literally swimming here. I’m by myself again without anyone else’s arms and legs. Just me and my disorientation. I have no idea where the pool ends, when I will bump into something or touch someone. Now that the goggles have become useless I can also feel the rubber painfully tight on my skin. I cannot stand it anymore down here. I yank the goggles from my face and look ahead, squinting.
At the end of the lane, in front of me, I can see the man I’ve never touched. He must have just arrived, still holding his goggles in his hand. He smiles. He’s happy to see me. I believe he thinks it’s a nice coincidence.
